Freude, Ärger, Konzentration – unsere Gesichtsmimik führt im Laufe des Lebens zu Mimikfalten wie Lachfalten, Zornesfalten, Denkerfalten...
Nicht alle dieser Falten sind uns sympathisch. Bei der Behandlung mit Botulinum werden gezielt die faltenerzeugenden Muskeln entspannt.
Botulinum ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß, das in extrem niedriger Dosierung in die entsprechenden Muskeln gespritzt wird. Diese werden entspannt, und die darüber liegende Haut glättet sich. Der Behandlungseffekt beginnt nach ca 72 Std., erreicht sein Maximum nach 1 bis 2 Wochen und hält in der Regel 4-8 Monate an. Seit fast 40 Jahren wird Botulinum in der Kinderheilkunde in erheblich höheren Dosierungen eingesetzt, ohne dass Hinweise auf langfristige Nebenwirkungen auftraten. Bei nachlassender Wirkung kann Botulinum beliebig häufig nachgespritzt werden.
 
Folgende Regionen eignen sich besonders für eine Behandlung mit Botulinum:

  • Zornesfalten
  • Waagerechte Stirnfalten
  • Blinzel(Lach)fältchen
  • Oberlippenfältchen
  • Abgesunkene Mundwinkel
  • Querfalte am Kinn

 
Je weniger tief sich die Linien bereits eingeprägt haben, desto größer ist die Möglichkeit einer kompletten Glättung der Haut. So kann bereits in jungen Jahren der Entstehung von Mimikfalten vorgebeugt werden. Bei bereits tieferen Linien empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz eines Fillers.
Darüber hinaus ist Botulinum hervorragend geeignet zur Behandlung übermäßigen Schwitzens. Durch Mikroinjektionen von Botulinum in die Achselhöhle lassen sich Schwitzflecken mit einer Wirkdauer von 4 bis 9 Monaten komplett vermeiden.
 
 
 
Botox was ist das?
 
Botulinumtoxin ist ein stark wirksames Nervengift, welches den Signaltransport in den Nervenzellen verhindert.
 
Die bekannten Wirkmechanismen haben dazu geführt, dass Botulinumtoxin eine breite therapeutische Anwendung in der Medizin erfährt. Es wird sowohl höchstwirksam in der Kinderheilkunde eingesetzt, vielfältig ist auch sein Einsatz in weiten Teilen der Medizin, auch hilft es effektiv z. B. gegen Zähneknirschen,
wenn die verantwortlichen Muskeln mit Botox behandelt werden.
 
Breiten Einsatz erfährt Botulinumtoxin zur kosmetischen Faltenverminderung durch Entspannung überaktiver Gesichtsmuskeln.
 
Die Wirkung hält mindestens drei Monate an, allerdings sind die tatsächlichen Wirkzeiten sehr unterschiedlich. So ist z. B. Botulinumtoxin zur Therapie bei übermäßigem Achselschweiß erst nach 12 bis 18 Monaten vollständig abgebaut. Allgemein ist die Anwendung nebenwirkungsarm. An den Injektionsstellen kann es zu lokalen Schmerzen, Schwellungen und Rötungen kommen. Weiterhin können kleine Hämatome entstehen.
 
Selten wird auch von Kopfschmerzen am Anwendungstag berichtet.
 
Die verwendeten Dosierungen in der ästhetischen Medizin entsprechen etwa einem 40. stelder Dosierung, die zum Beispiel therapeutisch in der Kinderheilkunde zur Anwendung kommt.
 
 


Wann sollte Botox nicht angewendet werden?
 
Patienten mit einer Muskel-Nerven-Erkrankung, z. B. Myasthenia Gravis, Schwangere und stillende Mütter sollten von einer Behandlung absehen, wobei ein möglicher Schaden sicherlich nur in seltenen Fällen theoretisch denkbar ist.
 
Bei Allergie gegen entsprechende Inhaltsstoffe und bei bekannter Epilepsie. Eingeschränkt ist eine Behandlung bei regelmäßiger Aspirineinnahme zur Blutverdünnung möglich, bei Marcumarpatienten nur in Ausnahmefällen.
 
Bitte beachten Sie, dass nach einer Anwendung möglichst 4 Stunden Liegehaltungen nicht eingenommen werden sollten um ein „Abfließen“ der Flüssigkeit in Nachbarregionen zu verhindern. Weiterhin sollte sportliche Aktivität für 1-2 Tage vermieden werden.

Zum Seitenanfang